25 Jahre Polenaustausch!

Seit 25 Jahren gibt es am Ulricianum die Möglichkeit, an einem Austausch mit einer Partnerschule im polnischen Kepno teilzunehmen. Dieses Jubiläum wurde nun gefeiert. Gemeinsam mit Vetretern des Landkreises Kepno, kamen auch ein Europaabgeordneter und der Auricher Landrat zusammen. 

Sarah Niesner, Teilnehmerin des Austausches aus dem elften Jahrgang, hielt anlässlich der Feier eine Rede, in der sie ihre Eindrücke und Erlebnisse teilte:

Mittlerweile sind schon wieder zwei Monate vergangen, seit wir unseren Austausch in Polen begonnen haben. Und nun sitzen wir hier wieder alle gemeinsam, diesmal aber selbst als Gastgeber. Ich persönlich freue mich wirklich sehr auf die uns bevorstehende Zeit und spreche damit höchstwahrscheinlich auch für alle anderen Teilnehmer. 

Denn schon die Zeit in Polen war wirklich ganz besonders und wird einfach unvergesslich bleiben. Wir alle haben neue Freunde gefunden, viele besondere Momente erlebt, sind in bestimmten Situationen über unsere Grenzen gegangen und haben auf jeden Fall viele wertvolle Erinnerungen dazugewonnen.

 Es ist insgesamt so viel passiert, dass ich diese Dinge hier gar nicht alle aufzählen kann aber hier mal eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse und allgemeinen Erfahrungen: 

Zum einen haben wir die polnische Esskultur kennenlernen dürfen mit allen traditionellen Gerichten, die dazu gehören. Besonders lecker waren die typisch polnischen Teigtaschen, auch Pierogi genannt und nicht zu vergessen Bigos , einen typisch polnischen Eintopf, von dem alle gesagt haben, dass man ihn unbedingt probieren muss. 

Außerdem ist unsere Austauschgruppe für zwei Tage mit dem Bus in das vier Stunden entfernte Riesengebirge gefahren, um an einem Tag zu einer alten Kirche und einem Bergsee zu wandern und an dem anderen den Gipfel der Schneekoppe zu erklimmen. Diese zwei Tage waren wirklich ein unglaubliches Erlebnis. Am ersten Tag war bestes Wetter mit purem Sonnenschein, welches die Berglandschaft noch atemberaubender aussehen ließ. Alle waren guter Laune und haben sich bestens verstanden, sodass ein richtiges Gruppengefühl entstand. Der zweite Tag brachte leider viel Nebel, Regen und Kälte mit sich, was unser Vorhaben auf die Schneekoppe zu wandern aber nicht beeinträchtigen konnte. Das Wetter war zwar wirklich sehr, sehr ungemütlich und jedem stand es offen, bei der letzten Etappe zum Gipfel des Berges mitzugehen aber am Ende haben sich alle dazu entschieden, den Weg gemeinsam zu meistern. Unter den gegebenen Umständen war dieses eine weitere Situation, in der der Zusammenhalt unserer Gruppe zu erkennen war, da sich einige Zweifelnde am Ende doch noch für den Aufstieg entschieden haben, unter anderem den anderen Teilnehmern zuliebe. Der Gipfel wurde schließlich auch von allen gemeinschaftlich erreicht und als erstes wurde natürlich ein Foto gemacht. Zusammengefasst waren diese zwei Tage im Riesengebirge sehr ereignisreich und auf jeden Fall bereichernd. 

Auf unserer Reise  haben wir zudem auch viel über die allgemeine polnische Kultur gelernt bzw. viel von ihr gesehen. Wir haben die Stadt Kepno mit unseren Austauschschülern erkundet und haben auf der Fahrt ins Riesengebirge in Breslau gehalten, wo wir unter anderem die Stadt besichtigt haben und zudem das Panorama von Raclawicka angeschaut haben, welches ein riesiges ringförmiges Panoramabild ist , dass den Sieg der polnischen Armee 1794 über die russische Armee darstellt. Am Wochenende durfte ich zusätzlich noch einen Einblick in die Stadt Posen bekommen, wo wir als kleine Gruppe viele verschiedene Sachen unternommen haben.

Offensichtlich haben wir also vielfältige Eindrücke von Polen erhalten und somit das Land und seine Leute auf eine ganz persönliche Weise kennenlernen dürfen. Alle Menschen die wir auf unserer Reise kennengelernt haben, egal ob Teilnehmer unserer Schule, des polnischen Gymnasiums oder  weitere Freunde und Familienmitglieder der Austauschschüler, waren unglaublich herzlich und gastfreundlich, sodass man sich eigentlich nur wohlfühlen konnte. Wir alle haben uns untereinander super verstanden, wodurch unsere ganzen Ausflüge und Aktivitäten noch einmal mehr Spaß gemacht haben und die Zeit viel zu schnell verging. 

Es war also genau die richtige Entscheidung, bei diesem Austausch dabei zu sein, da meine Erfahrungen in allen Bereichen nur positiv waren und ich Vieles so schnell nicht vergessen werde.

Bemerkenswert ist die lange Freundschaft mit den Polen. Das Kennenlernen neuer Menschen, die auch zu Freunden werden können, und einer anderen Kultur ist eine Möglichkeit, die jeder Interessierte nutzen sollte. Der Austausch soll auch in Zukunft weiterbestehen. So wird es auch wohl im nächsten Jahr wieder heißen:

Witamy w Polsce! Herzlich willkommen in Polen! 
Witamy w Niemczech! Herzlich willkommen in Deutschland!
S. Nan

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